Die Regeln für das Rennen

Der Spaß steht beim Rennen auf dem Neckar natürlich im Vordergrund, dennoch hat sich mit der Zeit ein Regelwerk etabliert, das ständig fortgeschrieben wird. Die aktuelle Version findet ihr hier.


Regelwerk des Stocherkahnrennens

§1 Anmeldung

(1a) Teilnahmeberechtigt am Stocherkahnrennen sind studentische Verbindungen und Vereinigungen, die im Bereich der Universität Tübingen beheimatet sind.

(1b) In Ausnahmefällen kann die Teilnahme von Booten nicht-studentischer Vereinigungen erlaubt werden. Diese Bootsmannschaften unterwerfen sich denselben hier festgelegten Regeln.

(2) Jede Mannschaft nimmt mit einem selbst organisierten Stocherkahn am Rennen teil. Stocherkähne werden von der Rennleitung nicht zur Verfügung gestellt.

(3) Teilnehmen dürfen maximal 60 Mannschaften. Bei einer höheren Zahl an gültigen Anmeldungen werden die jüngsten Anmeldungen entsprechend ausgeschlossen. Im Falle von Rücktritten ist das Nachrücken möglich.

(4) Jede teilnehmende Mannschaft erklärt sich bereit, im Falle einer Niederlage das Stocherkahnrennen im Folgejahr auszurichten.

(5) Zur Anmeldung ist ein Startgeld in Höhe von 80 Euro zu entrichten. Sollte das Rennen aus übergeordneten Gründen (bspw. Wetterverhältnisse oder Wasserstand) nicht stattfinden, kann die Startgebühr nicht erstattet werden, da diese zum Ausgleich der Gesamtkosten herangezogen werden.

§2 Mannschaft und Stocherkahn

(1) Eine Mannschaft besteht aus genau acht Personen.

(2) Fortbewegungsmittel ist ein üblicher, hölzerner Stocherkahn. Mitgeführt werden darf lediglich eine gängige Stocherstange aus Holz mit metallenem Fuß. Es dürfen keine weiteren Gegenstände auf dem Kahn mitgeführt werden. Mannschaften mit Stocherkahn und Stocherstange aus anderen Materialien sind von der Teilnahme ausgeschlossen oder werden ggf. nach dem Rennen disqualifiziert.

§3 Rennstrecke, Sieg und Niederlage

(1) Die Rennstrecke des Stocherkahnrennens verläuft folgendermaßen: Die Startlinie wird markiert durch die Fußgängerbrücke (Neckarsteg) zwischen der Ernst-Bloch-Straße und den Sportplätzen der Paul-Horn-Arena. Die Startrichtung folgt dem Stromverlauf (Für eine Grafik der voraussichtlichen Startaufstellung hier klicken). Nach dem Start muss bei der Flussteilung am Bügeleisen die linke Flusspassage gewählt werden, an welcher sich im Flussverlauf die Neckarfront befindet. Vor der Eberhardsbrücke muss das Nadelöhr durchquert werden. Nach der ersten Durchquerung muss gegen den Uhrzeigersinn ein Bogen um den mittleren Brückenpfeiler der Eberhardsbrücke gefahren und das Nadelöhr erneut durchquert werden. Im Anschluss führt die Strecke auf dem Flusszweig, welcher dem Uhlandbad zugewandt ist gegen den Stromverlauf in Richtung Ziel. Das Ziel wird durch die Eisenbahnbrücke über den Neckar markiert. Der Streckenverlauf ist hier einzusehen.

(2) Die Startnummern werden vor dem Rennen an einem vom Veranstalter festgesetzten Termin verlost. Die Startposition der Kähne erfolgt in Reihenfolge der Startnummern nach einem vor dem Rennen von der Rennleitung veröffentlichten Schema.

(3) Die Rennleitung gibt das Startsignal. Es gibt keine Startwiederholung. Ein verfrühter Start führt zur Disqualifikation.

(4) Bei jeder Durchquerung des Nadelöhrs haben die Mannschaften die ihnen bei der Auslosung zugeteilte Startnummer deutlich und für die Rennleitung sichtbar in die Höhe zu halten. Nur dann gilt das Nadelöhr als durchquert. Durchquert eine Mannschaft nicht zweimal das Nadelöhr wird diese disqualifiziert.

(5) Jede Mannschaft muss vollzählig und gemeinsam im Ziel eintreffen.

(6) Sieger ist diejenige Mannschaft, die als erste den vollen Streckenverlauf durchlaufen und mit der Bugspitze die volle Breite der Eisenbahnbrücke über den Neckar überquert hat.

(7) Verlierer ist diejenige Mannschaft, die als letzte den vollen Streckenverlauf durchlaufen und mit der Bugspitze die volle Breite der Eisenbahnbrücke über den Neckar überquert hat.

§4 Verhalten auf dem Stocherkahn

(1) Zum Beschleunigen und Lenken des Stocherkahns sind lediglich die Stocherstange, sowie Arme und Beine der Mannschaftsmitglieder erlaubt. Die Verwendung von Paddeln oder sonstiger Hilfsmittel, sowie das Mitführen von mehr als einer Stocherstange führt zur Disqualifikation.

(2) Die Benutzung und/oder das Mitführen von Schöpfwerkzeugen oder Eimern sind untersagt. Zuwiderhandlung führt zur Disqualifikation.

(3) Der Austausch von Mannschaftsmitgliedern oder ähnliche Veränderungen während des Rennens sind verboten und führen zur Disqualifikation.

(4) Am Nadelöhr darf nur auf der der Platanenallee zugewandten Bordseite ausgestiegen werden. Das Aussteigen auf der Brückenseite ist untersagt und führt zur Disqualifikation.

(5) Jede Art von grob unsportlichem Verhalten führt zur Disqualifikation der Mannschaft. Als grob unsportlich zählt auch das absichtlich herbeigeführte Verlieren des Rennens. Grob unsportliches Verhalten kann zu einem Ausschluss der Rennteilnahme im Folgejahr führen. Über einen Ausschluss im Folgejahr urteilt die Rennleitung.

(6) Im Zweifelsfall obliegt es der Rennleitung, Mannschaften aufgrund von hier nicht aufgeführten Punkten zu disqualifizieren. Durch die Unfehlbarkeit der Rennleitung ist eine Disqualifikation indiskutabel.

§5 Die Siegerehrung

(1) Zunächst werden alle disqualifizierten Mannschaften ausgerufen. Jede Mannschaft, die im Rennverlauf disqualifiziert wird, muss bei der Siegerehrung vollständig erscheinen. Beim Aufruf hat jedes Mannschaftsmitglied eine Menge von 300ml Lebertran auf ex zu trinken.

(2) Danach wird der Kostümpreis verliehen. Die Mannschaft mit dem originellsten Kostüm erhält einen Sonderpreis. Die Entscheidung obliegt der Jury für die Kostümparade. Näheres regelt das gesonderte Regelwerk Kostümwettbewerb.

(3) Der Sieger des Stocherkahnrennens erhält den Wanderpokal und ein 30-Liter-Fass Bier. Ferner erhält der Sieger die Ehre, die Siegesfeier am selbigen Abend auszurichten. Nach Absprache kann diese auch am Ort einer anderen Vereinigung stattfinden.

(4) Am Ende der Siegerehrung muss die Verlierermannschaft in voller Anzahl erscheinen. Beim Aufruf hat jedes Mannschaftsmitglied eine Menge von 500 ml Lebertran auf ex zu trinken. Der Verlierer erhält die Pflicht und Ehre, das Stocherkahnrennen des Folgejahres auszurichten.

(5) Verweigert der durch das Renngericht ermittelte Verlierer, die unter §5, 4 benannten Pflichten, muss er eine Strafgebühr von 500 Euro bezahlen. Diese Summe wird einem, durch den Veranstalter bestimmten, wohltätigen Zweck zugeführt.

§6

Den Anweisungen der Ordner ist unbedingt Folge zu leisten. Sowohl für Sach- als auch für Personenschäden haftet der Ausrichter des Rennens nicht. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr.

§7

Jede teilnehmende Mannschaft erklärt sich mit diesen Wettkampfregeln und der Austragung durch die Alte Straßburger Burschenschaft Germania einverstanden. Bei Eintritt eines hier nicht aufgeführten Punktes gilt das Gewohnheitsrecht des Stocherkahnrennens.


Viel Spaß beim Wettbewerb!