Wie läuft das Rennen ab?

Vom Startschuss an der Freibadbrücke bis zur Siegerehrung haben die Mannschaften jede Menge Hürden zu überwinden.

Vorgeplänkel: Der Kostümwettbewerb

Eine Mannschaft von Minions beim Kostümwettbewerb.

Los geht es mit dem Kostümwettbewerb um 13:00 Uhr. Hier können die teilnehmenden Mannschaften ihre kreativ gestalteten Kostüme und Kähne dem Publikum präsentieren. Der Neckar wird zum Laufsteg und der Fantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt – Hauptsache es gefällt dem Publikum. Denn anders als bisher entscheiden in diesem Jahr keine Juroren, sondern ausschließlich die Zuschauer über die beste Verkleidung. Wir sind gespannt auf die Ideen der Teams und freuen uns auf abwechslungsreiche Kostümierungen und Mottos.

Das Rennen beginnt

Dann endlich schlagen die Wellen auf dem sonst ruhigen Neckar höher. Über 50 Kähne starten um 14:00 Uhr bei der Freibadbrücke und fahren Richtung Eberhardsbrücke den Fluss hinab. Gleich zu Beginn wird ordentlich um die Führung gekämpft und der Fluss wird zu einer dichtgedrängten Masse aus Stocherkähnen. Die eigentliche Herausforderung wartet aber erst noch auf die Mannschaften. Am östlichen Ende der Neckarinsel angelangt, müssen sämtliche Kähne den mittleren Brückenpfeiler der Eberhardsbrücke umrunden.

Die Rennstrecke verläuft zwischen Freibadbrücke und Eberhardsbrücke. (Für eine größere Version auf die Karte klicken.)

Das Nadelöhr wartet

Hier am sogenannten Nadelöhr kommt es erfahrungsgemäß zum größten Chaos: Alle Teams versuchen gleichzeitig die Engstelle zu passieren und möglichst ihren Vorteil auszubauen. Jetzt kann man mit Geschick und Geschwindigkeit den größten Teil der Konkurrenz hinter sich lassen. Dazu braucht es eine ordentliche Portion Glück, denn die vielen Kähne blockieren sich gegenseitig, es wird geschoben und gedrückt. Nicht umsonst sind die Zuschauerplätze auf der Neckarmauer und direkt am Nadelöhr heißbegehrt. Johlende Schaulustige verfolgen das wilde Treiben und feuern die klatschnassen Neckarmatrosen an. Das Rennen artet zum Handgemenge aus: Kähne laufen voll Wasser, Teilnehmer gehen von Bord, die Zeit scheint stehen zu bleiben, während gestritten, geschrien und gelacht wird.

“Die Stange bleibt am Mann.”

Mann über Bord: Am Nadelöhr gehen einige Teilnehmer baden.

Für die Stocherer heißt es jetzt nicht die Nerven verlieren, es gilt die Parole: „Die Stange bleibt am Mann.“ Denn wer die Stocherstange verliert, verliert auch die Kontrolle über seinen Kahn. Doch damit nicht genug, nach der Engstelle wartet die finale Strecke auf die Mannschaften: Erschöpft vom eben überstandenen Gerangel kämpfen sie nun gegen die eigene Ermüdung und die Strömung, um als Erste die Eisenbahnbrücke zu passieren, die die Ziellinie markiert.

Geschafft! Auf den Sieger wartet ewiger Ruhm, ein Wanderpokal und Freibier. Die Verlierer hingegen dürfen unter den höhnischen Anfeuerungsrufen des Publikums („Wir trinken Bier! Was trinkt ihr?“) je einen halben Liter Lebertran trinken. Na dann: „Prost!“

Auf ein gutes Stocherkahnrennen 2018!